Wilkommen auf "Vergissmeinicht"! ^.^

Erkannt

Die Sache mit dem Timing.

Hach ja, früher,  in Mittelstufen-Zeiten… als mein einziges Zeitproblem darin bestand, dass ich hin und wieder dem Bus nachlaufen musste. Der Schultag endete um 13:15Uhr, die Mappen waren dünn, die Klausuren 1-stündig und die Lehrer gaben einem Hausaufgaben, die prima beim Fernsehen erledigt werden konnten. Die Nachmittage waren lang und voller Freizeit, mit der man manchmal schon gar nichts mehr anzufangen wusste. Ideale Voraussetzungen also, um sich unsinnigen, zeitraubenden (aber spaßigen) Dingen zu widmen, die dann langsam zu Gewohnheiten wurden. Aber das machte nichts, man hatte ja Zeit…

Und heute? Der Gedanke, den ich in letzter Zeit mit Abstand am meisten denke, ist „Wo zum Kuckuck ist heut schon wieder meine Zeit geblieben!?“ Es scheint, als hätte sich die Welt auf einmal auf links gedreht: Die Schultage gehen erst zu Ende, wenn die Sonne schon längst wieder verschwunden ist, die Nachmittage beginnen um 17Uhr und die wenige Zeit, die dann noch bleibt, wird von Dramenanalysen und Klausurvorbereitungen aufgefressen. Lange Weile ist Luxus, Freizeit quasi nicht mehr existent.

Aber leider sind diese unsinnigen, zeitraubenden aber spaßigen Angewohnheiten übrig geblieben, überliefert aus der Zeit, als die Tage noch genügend Stunden hatten. Ein paar YouTube Videos, die seit jeher zum Nachmittag gehörende Klatsch-Sendung… und schwupp: „Wo ist meine Zeit geblieben!?“

Eine kluge Freundin hat mal gesagt: „Timing is Alles!“ Und in der Tat, zusammengerechnet kommt das mit der für Schule, meinen Hobbys, den Nebenjobs und den Hausaufgaben eigentlich ganz gut hin. Theoretisch. Aber leider ist das mit dem Timing nicht so leicht, wie es sich anhört…

Was also tun?

Man bräuchte eine Art „Supervisor“, einen, der immer Plan von Allem hat, die Uhr im Blick und den Terminplaner gezückt, der einem über die Schulter guckt und ab und zu auf die Finger haut. „Fernsehen is nich, junge Dame! Schulkram raus, aber dalli!“ Ja, einen Manager bräuchte man, damit wären alle Probleme gelöst. Wie sonst würden Paris Hilton oder Daniela Katzenberger morgens überhaupt aus dem Bett kommen?

Nur leider kann mein Geldbeutel nicht wirklich mit dem der beiden Blondinen mithalten, soviel ist sicher. …Aber wie komm ich eigentlich darauf, dass man sich nicht selbst managen kann?

Seit Ewigkeiten predigen Psychiater „Wenn die Motivation fehlt, belohnen Sie sich nach einem gelungenem Projekt einfach selbst!“  Das Prinzip ist also folgendes: Wenn die Disziplin fehlt, muss eben ein Anreiz her, der die Motivation hervorlockt. Manager arbeiten schließlich auch nur, weil nach einem guten Job immer eine entsprechende Prämie winkt. Praktisch heißt das also,  man zieht los und sucht sich einen Anreiz, der die Arbeit wert ist. Und wenn das mit dem Timing dann erste Erfolge erzielt, zieht man los und gönnt sich die CD, das Buch oder das teure Essen beim Franzosen, für das man bisher immer zu geizig war. So hat man ein geplantes Leben, und gleichzeitig immer einen Anreiz, das auch weiter so zu schaffen. Klingt doch ganz gut oder?

Ich hab das jetzt eine Weile versucht, und mein Ergebnis sind bisher endlich wieder ein paar Nächte mit genügend Schlaf, komplette Hausaufgaben und ein neues Lieblingsparfum. Das mit dem Selbstbelohnen scheint also wirklich ganz gut zu klappen. Und wenn das Ganze dann auch noch gute Noten und ein geplantes Leben mit sich bringt, habe ich nichts dagegen. ;)

Eure Luna.

(Bild via)


Whoa.

So unglaublich richtig!

(via)

Nur, dass die Praxis oft nicht so einfach ist.

Eure Luna.



Wind of Change

Wind of Change

Seit einiger Zeit merke ich eine Veränderung in mir. Ich entdecke einen Mut in mir, den ich nie für möglich gehalten hätte. Dinge, denen  ich mein Leben lang aus dem Weg gegangen bin, wirken plötzlich lächerlich einfach –  ich fange an neues auszuprobieren, höre auf  wichtigen Entscheidungen davonzulaufen. Ich habe erkannt, dass ich dem Leben, was mich nach den Ferien erwarten wird, so wie ich bin, nicht gewachsen bin. Seit Jahren verdrängte ich wichtige Entscheidungen, verwandelte konkrete Pläne in entfernte Wunschträume, sodass ich mich ihnen nicht stellen musste. So konnte ich mir einreden noch alle Zeit der Welt zu haben, mich auf meine Zukunft vorzubereiten. Aber das Finale kommt schneller in Sicht als ich mir immer wieder versucht habe einzureden.  Das letzte Jahr ist angebrochen – und ich bin nicht bereit.

Es steht mehr auf dem Spiel als nur meinen Schulabschluss - Es geht um den Menschen, der ich nach meinem Abschluss sein werde. Die Optionen liegen klar vor mir: Bestehen oder Scheitern hing schon immer davon ab, ob ich mich weiter im Stillstand-Modus befinden würde, oder ob ich endlich aufhören würde, mich gegen mich selbst und meine Wünsche und Träume zu wehren, und anfangen würde Veränderung in mein Leben zu lassen.

Für Angst und Selbstzweifel ist keine Zeit mehr. Jetzt oder nie.

Und nun stehe ich da, wackelig auf ungewohntem Boden, aber mit einem Entschluss. Das Mädchen, was in einem Jahr ihr Abitur in Empfang nehmen und die Reise nach Amerika antreten wird, wird eine Andere sein, als das unsichere, selbstzweifelnde, sich selbst im Weg stehende Mädchen, dass ich jetzt bin.

Ich werde mein Leben leben, werde laufen so schnell ich kann, werde fallen, und wieder aufstehen, werde lernen über mich selbst zu lachen und mir selbst auch zu verzeihen. Aus diesem Mut heraus werde ich all das tun können, was ich mich bisher nie wagte , denn ich habe angefangen wirklich daran zu glauben.

Ich werde bereit sein für das Leben, das mich erwarten wird. Das Leben, von dem ich schon so lange träume und das ich für mich gewählt habe. Jetzt gibt es kein Zurück mehr. Und zurück, das will ich auch gar nicht. Niemals mehr.

Denn ich spüre den Mut zur Veränderung.

Eure Luna.


Siegerlächeln

Knallroter Lippenstift auf den Lippen, aber nur für Selbstporträts, die du niemandem zeigen wirst. Das tolle enge Top anziehen und posieren, aber nur vor dem Spiegel daheim. Singen aus vollem Hals und ganzem Herzen, aber nur allein mit einer Haarbürste als Mikro.

Warum? Warum nicht das tolle Top mit dem Roten Lippenstift kombinieren, auf die Bühne stellen und die Leute neidisch machen mit einer tollen Singstimme?

Weil es nun mal so ein kleines Wörtchen gibt, mit einer ziemlich großen Bedeutung dahinter: Selbstvertrauen. Das Gefühl, das scheinbar alles kinderleicht erscheinen lässt. Das eine Herausforderung nicht angsteinflößend, sondern aufregend und spannend werden lässt. Das Gefühl, das es so einfach macht einen süßen Kerl anzusprechen, seine Meinung offen zu zeigen und sich nicht dafür zu schämen. Dieses so unglaubliche Gefühl, das dir die Chance gibt zu erkennen, dass die Welt eigentlich für dich ist und nicht gegen dich, wenn du nur den Mut hast sie nach deinen eigenen Vorstellungen zu formen.

Schade nur, dass man sich den Mut, sich selbst zu vertrauen erstmal erarbeiten muss. Und zwar mit genau den Dingen, für die einem eigentlich dieser Mut fehlt. Also gilt „Augen zu und durch“, den Sprung ins kalte Wasser wagen, den Bogen spannen, immer wieder und wieder. Bis man merkt, dass sich kaltes Wasser gut anfühlt auf der Haut, dass man lernt, wie weit man den Bogen spannen kann ohne das er zu zerbrechen droht. Denn eigentlich ist es genau das, was Selbstvertrauen ausmacht: Seine Grenzen austesten, zu erkennen wie weit man gehen kann, und dann darüber hinausschreiten. Immer weiter, höher, schneller. Vielleicht auch einmal fallen, daraus lernen und aufstehen, immer weiter, immer wieder.

Und irgendwann, dann steht man da, wo man schon immer sein wollte. An seinem ganz persönlichen Ziel. Auf seiner eigenen beleuchteten Bühne, mit dem  tollen Top und einem echten Mikro, und auf den knallrot geschminkten Lippen ein triumphierendes Siegerlächeln.

Eure Luna.

(Bild via)


Von Bienen, Mäusen und Eseln

In dem Moment, als ich über die niedrige, alte Holzpforte hinweg stieg, merkte ich sofort, dass ich hier eine völlig andere Welt betrat. „Vorsicht, geht nicht zu nah an den Bienenstock!“. Die beiden Eheleute, die uns mit diesen bestimmten Worten aber dennoch mit freundlichen Lächeln begrüßten, waren Jugendfreunde meiner Mutter und hatten uns zu einer Kaffee und Kuchen eingeladen, weswegen ich das Glück hatte, zusammen mit meinen Eltern ihr Gartenreich zu besichtigen. Das „Reich“ entpuppte sich als ein wildwucherndes, überquellendes Gartenlabyrinth voller Wildblumen, Obstbäume und allen Arten von Sträuchern und Büschen, und hier und da rostigen Zäunen, an denen sich Wildrosen entlangrankten. Wären im nächsten Moment ein paar Feen um meinen Kopf geflattert, ich wäre nicht verwundert gewesen.


Nach einer kleinen Biegung kamen wir in ein kleines Tal, voll mit weiß blühenden Holunderbüschen, dessen Anblick mich wie angewurzelt stehen bleiben ließ (weswegen meine Mutter frontal in mich hineinlief und mich verwirrt beäugte). Wir gingen weiter, durch das Holunderthal hindurch und über einen kleinen Hügel, kamen an einer Weide mitsamt Stall und gut 20 fröhlich blökenden Schafen vorbei, und betraten schließlich eine kleine kreisrunde Lichtung, in deren Mitte eine verwitterte Bierzeltgarnitur stand. Den Rand der Lichtung bildete ein Gürtel aus tausenden wildblühenden Sträuchern und Rosenbüschen in zarten Gelb-, Rosa- und Weißtönen, die auf der gesamten Lichtung einen leicht süßlichen Duft verbreiteten. Über die Lichtung ragte eine mächtige, ehrfurchtgebietende Linde. Sie stand in voller Blüte, sodass man die leuchtend grünen Blätter unter den Millionen von winzigen cremeweißen Blüten kaum noch erkannte. Während ich mit offenem Mund vor mich hin starrte und Mühe hatte all diese Eindrücke in mich aufzunehmen, begann mich ein beständiges, unterschwelliges Summen zu verwirren und ich begriff plötzlich, warum sich der Bienenstamm neben dem Hauseingang dort so wohlfühlte. Die Luft über mir vibrierte förmlich durch tausende und abertausende von kleinen Bienenflügeln! Die Linde erweckte den Anschein, als würde sie jeden Moment abheben, so dicht bevölkert war jede einzelne Lindenblüte. Seltsam, dass ich, statt meiner üblichen Panik vor allem Stachelbestückten, durch das lebendig eifrige Summen allmählich völlig ruhig wurde und mich einfach unbeschreiblich wohl fühlte. 
„Hey, da ist ja unser kleiner Untermieter!“ rief Mamas Freundin uns von ein paar Metern Entfernung zu, leicht gebeugt über einer stämmigen „Engelwurz“. Und tatsächlich, unter einem großen Engelwurzblatt knabberte eine haselnussbraune Feldmaus zufrieden an ein paar Blütenknospen (das Publikum schien sie nicht zu stören). „Oooh, ist die süüß! ♥“, rief ich bevor ich mich bremsen konnte, was der Maus dann doch ein bisschen zu viel wurde. Nachdem wir der Feldmaus beim davon-flitzen zugesehen hatten, wurden wir von Mamas Freundin durch ein rostiges Gatter auf ein Koppel geführt, auf der die zwei liebsten Esel der Welt, Nelly und Jette, zufrieden an ein paar Grashalmen rupften. Ein wenig beleidigt wirkten die beiden jedoch, als mein Vater ein wenig überschwänglich versuchte, Nelly spielerisch in den Schwitzkasten zu nehmen und die beiden Eselinnen wild davongallopierend das Weite suchten.
Die Koppel lag ein wenig erhöht, sodass wir einen guten Blick auf die weiten, reifen Weizenfelder hatten, über die sich gerade die Abendsonne senkte. Das Abendlicht tauchte alles in die wärmsten Goldtöne, die Windmühlen warfen lange schmale Schatten und wirkten majestätisch am Horizont. Es war der schönste Anblick, den man sich nur vorstellen konnte…
Ich fuhr nach Hause mit tausenden Eindrücken von neuen Anblicken, Gerüchen, Geräuschen. Und einem neuen Wunschtraum: Später würde ich auch einmal so einen Garten haben. Ganz sicher… ♥

Eure Luna.

(Foto via)


Nevermore.

Ich hasse es, dass ich so wankelmütig bin! Ich hasse es, dass ich mir etwas ganz fest vornehme, und es dann doch nicht mache. Ich hasse es, dass ich das Glück habe Träume zu haben,  die ich dann aber nicht verfolge. Und ich hasse es, andere Menschen durch meine Wankelmütigkeit zu verletzen!!!

Ich bin unberechenbar. In einem Moment nehme ich mir etwas vor und bin motiviert, aber schon im nächsten Moment verlässt mich der Mut und ich lasse mein Vorhaben fallen. Oft habe ich mir nicht nur selbst geschadet,  sondern verletzte gleichzeitig auch Menschen, die mich lieben und mir vertrauen. Dabei wollte ich doch niemals jemandem weh tun!! Aber ich mache Fehler, wieder und wieder – am Ende bleibt mir oft kein Ausweg mehr als Notlügen zu erfinden und mich vor der Verantwortung für meine Fehler zu drücken. Dafür hasse ich mich!

Ohne meine Freunde und meine Familie hätte ich mich schon längst aufgegeben, sie haben mir Mut gemacht und mir immer wieder verziehn. Aber ich weiß, dass ich sie immer wieder verletzen würde. ICH WILL DAS NICHT MEHR! Ich kann mir nicht immer wieder Kraft von Anderen leihen. Ich muss mich selbst auffangen und darf nach kleinen Rückschlägen nicht immer sofort aufgeben und meine Wünsche und Ziele verwerfen. Seine eigenen Ziele muss man sich selbst erarbeiten, sonst hat man sie nicht verdient, sonst haben sie einem nie gehört.

Ich bereue meine Fehler, jeden Einzelnen. Ich kann nicht noch mehr davon verkraften, nicht wenn ich sie verhindern kann. ICH WERDE WIEDER ANFANGEN ZU KÄMPFEN! Ich habe mich viel zu oft von meiner Angst stoppen lassen, habe mir selbst alles kaputt gemacht. Aber… das will ich nicht mehr! Mein Leben soll wieder mir gehören.

Das hier gilt allen, die ich durch mein wankelmütiges und unkontrolliertes Verhalten verletzt oder enttäuscht habe:

Von ganzem Herzen, es tut mir Leid.

Ich kann meine Fehler nicht wieder rückgängig machen, aber ich kann versuchen, sie wieder gut zu machen. Und das werde ich tun, mit allem was ich habe! Doch das alles geht nur, wenn mir diejenigen, die ich enttäuscht habe, noch ein letztes Mal verzeihen. Und damit meine ich auch meine (anfangs) vielen Leser. Diesen Blog anzufangen habe ich mich nur durch den Startschubser einer unglaublich wundervollen Freundin getraut (hier ist ihr Blog!)… Aber dann habe ich meine Einträge schrecklich gefunden und konnte mich nicht zum Posten überwinden. Täglich habe ich meine Besucherzahlen angeschaut und mich immer schlechter gefühlt, weil sie hier nichts neues finden würden. Das war ein Fehler.  Ich habe diesen Blog zwar nicht aus eigener Kraft begonnen, aber ich weiß jetzt, dass ich ihn aus eigener Kraft wiederaufnehmen kann. Aber das geht nicht ohne euch…! Bitte, wenn irgendjemand diesen Blogeintrag liest, empfiehl mich bitte weiter oder klick vielleicht ab und zu mal rein. Ich werde mich anstrengen so gut es geht . Gebt mir die Chance dazu. Bitte…!

Ich habe mir geschworen, nie wieder zu enttäuschen.

Eure Luna.


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